:miho kasama 笠間未歩
Ausstellung Miho Kasama & Andrea Hofbeck
defacto.x.
Am Pestalozziring 1
91058 Erlangen
Das Olympiadorf in München bestand ursprünglich aus dem Olympischem Männerdorf und dem Olympischen Frauendorf. Heute befinden sich in den Bungalows im südlichen Teil Studentenwohnungen und in der terrassenförmigen Architektur im nördlichen Teil Miet- sowie Eigentumswohnungen. Momentan leben im Olympiadorf 7.000 Menschen. Das Dorf, das 1976 von der Stuttgarter Architekturfirma Behnisch & Partner entworfen wurde, dient heute dem Zweck „eines einzigartigen Wohnmodells innerhalb des ‚Millionen-Dorfs‘ München“ (Einwohner-Interessen-Gemeinschaft Olympisches Dorf e.V. ).
Während mehrerer Besuche zwischen 2009 und 2011 fotografierte ich das Olympiadorf vor allem in Hinsicht auf das utopische Wohnkonzept und die durchgeplante Lebensumgebung.
Helene-Mayer-Ring, Connollystraße, Nadistraße und Straßbergerstraße sind Gelb, Grün, Blau und Orange markiert, damit Bewohner und Besucher die ähnliche Architektur der Siedlungen nicht verwechseln. Ganze Autowege und Parkplätze wurden unter die Oberfläche verlagert. Ein Gebäude wurde zweigeteilt: in einen linken Teil für die katholische und in einen rechten Teil für die evangelische Gemeinde.
Das Olympische Dorf ist stark von der geplanten Architektur und Landschaftsgestaltung geprägt. Die Fotografien beschäftigen sich mit der utopischen Architektur. Die Wandinstallation mit Jalousie und Fotos, sowie die große Fototapete und zwei gerahmte Fotografien, zeigen im Zusammenhang dieser Installation einen soziologischen Aspekt auf.